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Ein „Grand Canyon“ mitten in dem andalusischen Städtchen Ronda

Ronda - weißes Dorf im Hinterland Andalusiens.

Wer einen Urlaub in Andalusien an der Costa del Sol in Spanien bucht, hat oft nur eines im Sinn: Sonne, Meer, endlose Strände und verträumte mediterrane Örtchen und Städte an der Küste. Doch Andalusien verzückt Besucher nicht nur mit seinen bekannten Sehenswürdigkeiten. Gerade im Hinterland verstecken sich einige Schätzchen, die bei einer Rundreise oder einem Ausflug darauf warten entdeckt zu werden und seine Gäste mit auf eine Reise durch die Geschichte zu nehmen.

Dabei ist Ronda ein ganz besonderes Exemplar. Eine Perle in den Bergen Andalusiens, in der Provinz Màlaga. In einer Höhe von 723 Metern über dem Meeresspiegel thront Ronda majestätisch auf einem riesigen Felsplateau. Obwohl das alleine schon fasziniert wäre, verläuft mitten durch die Stadt ein riesiger Riss, eine Schlucht, über 100 Meter tief.

Abenteuerliche Reise zu der Sehenswürdigkeit Ronda

Schon der Weg nach Ronda ist ein Erlebnis. Der Ort ist sowohl von Màlaga als auch Marbella in rund eineinhalb Stunden zu erreichen. Dabei geht es durch die Serranía de Ronda, eine bewaldete Bergkette. Zu ihr gehören auch die beiden Naturparks Sierra de las Nieves und der Sierra de la Grazalema.

Auf der kurvenreichen Straße (am besten ein Notfallmittel gegen Übelkeit einpacken) stehen immer wieder Warnschilder wegen langsam fahrender Fahrzeuge. Aber so lustig mit den Motorrädchen, dass wir jedes Mal grinsen mussten, als wir wieder eines passierten.

Schon von weitem funkeln die strahlend weißen Häuserfronten von Ronda in der Sonne. Mit seinen fast 35.000 Einwohnern ist es eines der größten der berühmten „weißen Dörfer“ in Andalusien. Ein perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen und natürlich Entdeckungen in der „geteilten Stadt“.

Auf der kurvenreichen Straße (am besten ein Notfallmittel gegen Übelkeit einpacken) stehen immer wieder Warnschilder wegen langsam fahrender Fahrzeuge. Aber so lustig mit den Motorrädchen, dass wir jedes Mal grinsen mussten, als wir wieder eines passierten.

Schon von weitem funkeln die strahlend weißen Häuserfronten von Ronda in der Sonne. Mit seinen fast 35.000 Einwohnern ist es eines der größten der berühmten „weißen Dörfer“ in Andalusien. Ein perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen und natürlich Entdeckungen in der „geteilten Stadt“.

Verlier Dich im Labyrinth der engen Gassen

Parken kannst Du in dem Städtchen, ABER es ist schon eine Herausforderung, je nachdem wohin Dich die kleinen Gässchen gerade führen. Manchmal dachte ich, wir kommen aus dem Gewirr der Straßen nicht mehr raus. Und gut, dass das Budget dort nur für einen kleinen Mietwagen reichte. Das zahlte sich jetzt definitiv aus :-)

Du kannst auch einfach etwas außerhalb parken und dann in die Stadt laufen.

Puente Nuevo – Verbindung zwischen alt und neu

Den Mittelpunkt der Stadt - und zudem die Hauptattraktion - bildet die Puente Nuevo, die „Neue Brücke“. Erbaut im 18. Jahrhundert überspannt sie die über 100 Meter tiefe Schlucht El Tajo, die der Rio Guadalevín gegraben hat. Sie verbindet die maurisch geprägte Altstadt mit dem neueren Stadtteil „El Mercadillo“. Wobei neu relativ ist, begeistert er doch auch mit historischen Gebäuden der Spanier.

Im Vergleich zu der Puente Nuevo wirken die beiden kleineren Brücken Puente Árabe („Arabische Brücke“) und Puente Viejo („Alte Brücke“), die ebenfalls die Schlucht überspannen, richtig schmächtig.

Ganze 50 Jahre wurde an der größten Brücke mit den vier Bögen gebaut. Architekt war der Spanier José Martín de Aldehuela (1729-1802). Eine Legende besagt, dass er sich nach Fertigstellung von der Brücke gestürzt haben soll, weil er nie wieder etwas so Einmaliges hätte schaffen können.

Vorher hat er jedoch noch die Stierkampfarena in Ronda gebaut, die unweit der Puente Nuevo steht.

Die Wiege des Stierkampfs – ein zweifelhafter Ruf

Die Stierkampfarena in Ronda zählt mit der in Sevilla zu den ältesten und auch besterhaltenen Arenen in Spanien. 1784 wurde sie eröffnet. Zwar gehört sie mit ihren rund 5.000 Zuschauerplätzen nicht zu den größten Stierkampfarenen der Welt, doch die Größe des Sandkreises in der Mitte ist mit 66 Meter weltweit einzigartig.

Mit dem Stierkampf in Ronda fällt immer wieder der Name der Familie Romero. Francisco Romero (1700-1763) entwickelte damals den Stierkampf, wie er später bekannt wurde – mit dem roten Tuch, der Muleta und der Cuadrilla, den Helfern des Matadors, zu Fuß und zu Pferd. Sein Enkel Pedro Romero perfektionierte die Kunst des Stierkampfs und gilt heute als einer der größten Matadore in der Geschichte und ein Held in Ronda. Ob dies ein erstrebenswerter Titel sei, muss jeder für sich entscheiden.

In Verbindung mit dem Stierkampf wurde auch die Reitkunst in Ronda großgeschrieben. Die Pferde waren top ausgebildet, mutig und stolz, wenn sie dem Stier gegenüber traten.

Das Stierkampfmuseum „Museo Taurino“ neben der Arena entführt die Besucher in die vergangene Geschichte des Stierkampfs, einer der größten Traditionen Spaniens. Auch die Arena selbst kann außerhalb der Kampftage (normalerweise auch ohne Ticket) besichtigt werden.

Gleich neben der Stierkampfarena gibt es einige gute Restaurants wie das Atrium oder Abades.

In Ronda die Seele baumeln lassen

Frisch gestärkt geht es weiter auf Entdeckungstour in den verwinkelten Gassen, die sich wie in einem Postkartenidyll an die Hänge von Ronda schmiegen. Die malerischen Häuschen kleben förmlich an den steil abfallenden Klippen und strahlen von allen Seiten in ihrer Pracht. Allerdings sollte man sich dort mit einem Weinchen zuviel nicht mehr im Garten aufhalten ;-)

Dafür gibt es einige Restaurants und Bars, direkt an der Schlucht. Dort kannst Du nicht nur die Aussicht genießen, sondern den Tag auch bei einem traumhaften Sonnenuntergang mit einem von Rondas leckeren Weinen ausklingen lassen.

Gleich hinter der Puente Nuevo schlängelt sich direkt neben der Schlucht zudem ein kleiner Pfad hinab. Von dort unten hast Du einen guten Blick auf Rondas Meisterwerk. An manchen Stellen gibt es auch die Möglichkeit ganz hinunter in das Tal zum Rio Guadalevín zu gelangen, der von oben betrachtet eher wie ein kleines Rinnsal aussieht. Aber immer daran denken – wenn man hinunter geht, muss man auch irgendwann wieder hinauf!

Beim Bummel durch die alten Gässchen lohnt sich ab und an der Blick in die verwinkelten Hinterhöfe und auch so manche Bodega lädt zu einem Zwischenstopp ein.

Sehenswert ist auch der Palast von Mondragon mit seinen orientalischen Stilelementen und Gärten, der zudem ein Museum beherbergt.

Auch der deutsche Dichter Rainer Maria Rilke und der amerikanische Schriftsteller und Nobelpreisträger Ernest Hemingway schwärmten von der besonderen Atmosphäre und dem Charme dieser Stadt.

Fazit

Felsen, Brücken, Kirchen, Tempel, Brunnen, arabische Bäder, Kathedralen und Stierkampfarenen – in Ronda stoßen Jahrhunderte maurischer und spanischer Geschichte aufeinander und verbinden sich zu einem traumhaften Ausflugsziel.

Eine Stadt in den Bergen Andalusiens – zerrissen durch eine riesige Schlucht.

Absolut sehenswert bei einer Rundreise durch Andalusien oder als Tagesausflug von Marbella, Málaga und der Costa del Sol aus.

…und Kamera* einpacken nicht vergessen, hier lauern an jeder Ecke beeindruckende Motive ;-)

Weitere Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Ronda erhältst Du auch bei Ronda Today.

Hast Du schon einmal von Ronda gehört und planst es zu besuchen? Oder warst Du schon einmal dort?
Freue mich über Deine Kommentare dazu.

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Julia Ott
Julia Ott
Hi, ich bin Julia - Gründerin von Catch your Dreamlife, Autorin von zwei E-Books und einem Buch zum Thema Bauen & Wohnen. Meine Vorlieben sind mediterranes Design, geniale Rezepte und traumhafte Reisen in Europa.

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