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10 Schritte Deiner Reiseplanung für eine perfekte Rundreise

Bei einer Rundreise kannst Du Land & Leute richtig kennenlernen.

In ein Land eintauchen und in allen Facetten genießen – so planst Du Deine individuelle Rundreise!

Ein Urlaub in einem tollen Resort mit einem traumhaften Pool ist wunderschön. Doch vielen von uns reicht das nicht. Sie wollen die Gegend entdecken, Land & Leute kennenlernen, in die Kultur eintauchen und vor allem verschiedene Orte erkunden. Was bietet sich dafür besser an als eine Rundreise – ein Roadtrip.

Doch wie plane ich eine individuelle Rundreise? Wo fange ich an?

1. Zeitraum und Dauer für die Rundreise festlegen

Falls Du nicht gerade Dauerreisender bist und einen längeren Backpacking-Trip in ferne Länder geplant hast, bist Du wahrscheinlich durch den Jahresurlaub Deines Jobs etwas limitiert.  Du willst in wenigen Wochen oder einigen Tagen möglichst viel sehen und erleben. Dementsprechend sollte der Urlaub gut geplant sein. So verlierst Du keine Zeit und kannst Deine Reise vor Ort voll und ganz genießen.

Viel Inspiration für coole Backpacking-Trips bei längeren Reisen kriegst Du z.B. auch bei Christine von Lilies Diary oder Sebastian & Line von Off The Path

Kläre frühzeitig ab, welche Zeiträume grundsätzlich in Frage kommen. Je flexibler Du hier sein kannst, umso günstiger kann es später bei der Flug- und Hotelbuchung werden. Außerhalb der Ferienzeiten ist es meistens günstiger.

Zudem solltest Du bei der Planung auch die Jahreszeiten und Klimata Deiner Wunschländer berücksichtigen. Europäische Reiseziele bieten sich meist von Frühjahr bis Herbst an. Bei Fernreisen sind in einigen Ländern die Wintermonate perfekt. Dabei kannst Du außerdem dem deutschen Winter entfliehen!

Beachte aber, dass es in den südlichen Ländern in Europa oder auch Zielen in Nordafrika oder dem Nahen Osten im Sommer extrem heiß werden kann. Bei hohen Temperaturen kann gerade ein Roadtrip sehr anstrengend werden. Auch die Besichtigung von Städten oder Sehenswürdigkeiten wird dann eher zur Qual.

Ergänzend solltest Du abklären wie lange Du Urlaub nehmen kannst und auch viele Tage Du gerne unterwegs sein möchtest.

Damit hast Du für die weitere Reiseplanung schon die ersten Daten an der Hand.

2. Budgetplanung für Deine Rundreise

Ein leidiges Thema, aber ohne geht es leider nicht:

Vor der weiteren Planung solltest Du Dir natürlich Gedanken machen wie viel Geld Du für Flug, Unterkünfte sowie die Verpflegung und Aktivitäten vor Ort zur Verfügung hast. Je nachdem wie viel Du ausgeben kannst oder möchtest, können nähere oder weitere Reiseziele in Frage kommen.

Plane aber nicht zu knapp.

Es gibt nichts Unentspannteres als wenn man überlegen muss, ob man sich das Glas Wein zu dem Abendessen jetzt noch leisten kann oder nicht.

3. Sehenswürdigkeiten und schöne Orte recherchieren

Meist hat man zu Beginn schon ein Wunschziel.

So möchte man beispielsweise Andalusien entdecken, die Toskana, Schottland oder vielleicht lockt auch der Sunshine State Florida. Doch die meisten Regionen sind groß. Mit nur einer Unterkunft ist es meist unmöglich die ganze Schönheit der Gegend mit faszinierenden Städten, traumhaften Landschaften und zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Deswegen bietet es sich an, mehrere Unterkünfte zu buchen. Um deren ungefähren Standort festzulegen, solltest Du allerdings zuerst recherchieren was es alles zu sehen gibt, was Dich davon interessiert und wo Du Deine Schwerpunkte setzen möchtest.

Stöbere dazu etwas im Internet und auf Reiseblogs. Auch Reiseführer für das jeweilige Land bzw. eine bestimmte Region können helfen sich einen Überblick zu verschaffen.

Wichtig ist auch, die Flughäfen in dem Gebiet ausfindig zu machen. Sie bilden die Start- und Endpunkte.

4. Reiseroute und Orte zur Übernachtung planen

Am besten nimmst Du Dir jetzt eine Landkarte oder machst Dir einen Screenshot von Google Maps. Anschließend markierst Du Dir die Orte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten, die Dich interessieren, mit einem Punkt.

Jetzt kannst Du die Entfernungen der einzelnen Punkte mit einem Routenplaner ausrechnen und sie zwischen die Punkte schreiben. So bekommst Du eine Übersicht, welche Punkte z.B. mit einem Tagesausflug erreicht werden können und wo eine Unterkunft geplant werden sollte.

In manchen Ländern wie z.B. den USA werden die Strecken höchstwahrscheinlich etwas länger ausfallen. Dafür erscheinen sie in manchen anderen Regionen kürzer. Wenn es allerdings eine Stunde durch Serpentinen oder über holprige Pisten geht, kann auch die kürzeste Strecke lang werden 🙂

In dem Beispiel einer Provence Rundreise unten wäre Ankunft und Abflug in Marseille. Bei einer frühen Landung könnte sowohl Marseille etwas erkundet werden, als auch die Strecke nach St. Tropez zur ersten Unterkunft gefahren werden.

Zweite Unterkunft wäre in der Region um Valensole. Dort würden nicht nur Lavendelfelder (zur richtigen Jahreszeit), sondern mit dem Lac de Sainte-Croix auch ein toller Stausee auf einen warten.

Eine dritte Bleibe könnte um Gordes geplant werden. Von hier aus können beispielsweise Avignon, die Pont Du Gard oder die Vaucluse Hochebene erreicht werden.

Wie viele Tage Du an den jeweiligen Orten einplanst, kannst Du von folgenden Faktoren abhängig machen:

  • Sehenswürdigkeiten
  • Möglichkeiten der Freizeitgestaltung (Sportaktivitäten, Strände, Parks etc.)
  • Dauer des Gesamturlaubs
  • Kosten und Angebot der Unterkunft

Manche Regionen haben sehr viel zu bieten und oft kommt man gar nicht nach, die vielen tollen Landschaften oder Bauwerke alle unter einen Hut zu bringen.

Mein Tipp:

Lieber etwas weniger einplanen und auf einige Sachen verzichten. Es soll immer noch ein Urlaub sein. In der relativ kurzen Zeit der Reise ist es ohnehin schon schwierig richtig in ein Land „einzutauchen“, es zu fühlen und zu schmecken – und natürlich auch um sich zu erholen. Deswegen sollte Dein Trip nicht bloß eine Aneinanderreihung von Sehenswürdigkeiten sein.

Plane noch etwas Raum für „nichts“ ein. Zum Genießen oder auch für spontane Tipps von Einheimischen oder Reisebekanntschaften. Auch Zeit für ein wenig Füße hochlegen und in der Sonne ein gutes Buch genießen sollte drin sein.

Versuche auch die Anzahl der Unterkünfte in einem überschaubaren Maß zu halten. Sonst wachst Du irgendwann auf und weißt nicht mehr wo Du bist 😉 alles schon erlebt.

5. Die richtige Unterkunft für den Traumurlaub

In erster Linie bieten sich natürlich Hotels an.

Raten würde ich hier zu einer Verpflegung, die nur das Frühstück mit einschließt. So kannst Du für die anderen Mahlzeiten regionale Köstlichkeiten und unterschiedliche Locations ausprobieren. Außerdem musst Du so nicht zu einer bestimmten Zeit im Hotel sein.

Vor der Buchung ist es ratsam immer die Hotelbewertungen zu lesen und auf eine ausreichende Anzahl davon zu achten. So ist die Gefahr gering, dass Du in einer Absteige landest, die Dir schnell den Urlaub vermiesen kann.

In vielen Ländern gibt es allerdings auch landestypische Unterkünfte.

In einigen Städten in Marokko locken beispielsweise die Riads. Diese teilweise sehr prachtvollen Stadthäuser verstecken sich hinter großen Toren und hohen Mauern in den Medinas (Altstädten). Das Herz eines Riads bildet meist ein begrünter Innenhof mit Pool oder Springbrunnen, um den sich die Zimmer mit Balkon reihen. Die Ausstattung reicht von einfach bis luxuriös, aber meist im orientalischen Stil.

In dem Deutschen liebsten „Bella Italia“ solltest Du auf jeden Fall einen Blick auf den „Agriturismo“ werfen.  Quasi das italienische Pendant zum deutschen „Urlaub auf dem Bauernhof“.  Ich kann es nur empfehlen! Es ist wirklich traumhaft! Das echte Italien, hautnah mit frisch zubereiteten Lebensmitteln aus der Region und Familienanschluss.

Auf der Seite Agriturismo.it findest Du echte Bauernhöfe in ganz Italien. Vorteilhaft ist zudem, dass die Seite Bewertungen ermöglicht. So kannst Du von den Erfahrungen anderer profitieren und „Deinen“ Bauernhof aussuchen. Und das alles ist auf Deutsch verfügbar. Kommuniziert und gebucht wird dann meist direkt mit den Familien der Höfe.

Analog dazu gibt es beispielsweise in Frankreich die Chambres d’Hôtes. Das sind hochwertige Privatunterkünfte. Gerade in der Provence meist in schönen Landhäusern im provenzalischen Stil.

Recherchiere etwas, ob es auch in Deinem Reiseland landestypische Unterkünfte gibt.

6. Wie komme ich während der Reise an Bargeld?

Grundsätzlich würde ich immer empfehlen etwas Bargeld dabei zu haben für alle Fälle.

In Europa ist die Zahlung mit einheitlicher Währung zum Glück problemlos. Ansonsten kannst Du meist auch direkt am Flughafen noch Geld in der Währung des jeweiligen Landes abheben. So musst Du es nicht extra von zu Hause mitnehmen.

Eine Kreditkarte solltest Du ebenfalls immer dabei haben. Meist bekommt man ohne sie nicht einmal mehr einen Mietwagen.

Große Bargeldmengen sollte man überall vermeiden. Man weiß ja nie.

7. Flug buchen und Flughäfen festlegen

Andere Länder, andere Voraussetzungen.

In manchen Regionen lässt sich prima einen RUNDreise planen, die im wahrsten Sinne des Wortes rund ist, mit dem gleichen Ankunfts- und Abflughafen.

In anderen Gegenden wie z.B. Kalifornien macht es wenig Sinn, zu seinem Startpunkt San Diego zurückzufahren, wenn das Ende der Route in San Francisco liegt. Unter Umständen musst Du für solche Flüge etwas mehr bezahlen. Aber wenn man etwas flexibel ist, lässt sich auch dies umsetzen.

Günstige Flüge im Internet zu recherchieren ist auch eine Kunst für sich. Schaue einfach immer mal wieder rein. Oftmals schwanken die Flugpreise auch.

8. Das passende Auto für Deinen Roadtrip

Auch hier wird allen voran erst einmal das Budget der richtungsweisende Punkt bei der Auswahl des Mietwagens sein.

Für Rundreisen in Länder mit längeren Strecken, wie den USA, würde ich zu einem größeren Wagen raten. Er ist auf den langen Fahrten einfach komfortabler.

Bei Reisen in mediterrane Regionen wie Italien oder Spanien ist ein großes Auto nicht immer besser. Manche Städtchen sind so eng und verwinkelt, dass ich schon des öfteren mehr als froh war, dass wir nur mit der kleinsten Ausführung des Mietwagenangebots unterwegs waren.

Auch Parkhäuser können dort manchmal wirklich eine Herausforderung werden.




Enge Gässchen im mediterranen Ländern sind eine Herausforderung mit dem Auto.

In solch engen Gässchen wirst Du froh um einen etwas kleineren Mietwagen sein.


9. Reisevorbereitung / Impfungen / Versicherungen

Eine Reisekrankenversicherung ist ein Muss. Sie ist kostengünstig, schnell abgeschlossen und im Ernstfall Gold wert.

Bei der weiteren Reisevorbereitung solltest Du unbedingt die Vorgaben für Gepäck und Handgepäck Deiner Fluggesellschaft kennen und diese einhalten. Nicht, dass Du vor Ort eine böse Überraschung erlebst und drauf zahlst.

Wenn Du Aktivitäten geplant hast, wie Surfen, Reiten, Tauchen, Canyoning usw. solltest Du auf keinen Fall Dein Equipment vergessen bzw. passende Kleidung dafür einpacken.

Insgesamt würde ich aber dazu raten das Gepäck möglichst gering zu halten. Gerade bei einer individuellen Rundreise nimmst Du Deinen Koffer doch deutlich öfter in die Hand als bei einer Pauschalreise. Je nach Größe Deines Autos wirst Du außerdem froh um etwas mehr Platz sein.

In das Handgepäck gehört auf jeden Fall der Pass oder ggf. Reisepass, wenn er für die Einreise notwendig ist. Dazu der Führerschein, Geldkarten, Krankenkassenkarte und Versicherungsausweis der Reisekrankenversicherung, ggf. Impfausweis, Flugtickets und Hotelvoucher oder Bestätigungen.

Wichtig sind zudem Medikamente, gerade wenn Du gesundheitlich auf welche angewiesen bist. In heißen Regionen solltest Du zudem darauf achten, dass diese nicht überhitzen. Die meisten Medikamente dürfen nicht über 25 Grad gelagert werden. In einem heißen Auto mehr als schnell erreicht. Empfehlenswert ist solch eine Medikamentenkühltasche*. Die Kühlbeutel solltest Du nach Möglichkeit vor Deiner Weiterfahrt in Deiner Unterkunft über Nacht ins Gefrierfach legen.

In manchen Ländern müssen zudem Einreisebestimmungen beachtet werden und ggf. vorab Visa beantragt werden. Beim Auswärtigen Amt kannst Du Dich darüber informieren.

10. Alles parat für bleibende Erinnerungen: Kamera, Batterien, Speicherkarten

Nicht überlebendnotwendig, aber für das emotionale Wohl auf jeden Fall unerlässlich:

Kamera, Smartphone, Batterien oder Akku und Speicherkarten* mitnehmen, am besten ins Handgepäck, dann hat man es immer im Blick.

…und jetzt, viel Erfolg bei der Planung und viel Spaß auf der Reise!

Erzähl mir gerne von Deinen Erfahrungen.
Hast Du noch weitere Tipps?

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Julia Ott
Julia Ott
Hi, ich bin Julia - Gründerin von Catch your Dreamlife, Autorin von zwei E-Books und einem Buch zum Thema Bauen & Wohnen. Meine Vorlieben sind mediterranes Design, geniale Rezepte und traumhafte Reisen in Europa.

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