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Wie Du mit Ölziehen Deine Zahnprobleme in den Griff bekommst

Kokusnuss Ölziehen

Mit diesem uralten Wissen kannst Du Deinem Körper Gutes tun. Ein paar Minuten täglich Ölziehen genügen. Vielleicht sagst Du danach dem Bohrer adé?

Solange mit den Zähnen alles in Ordnung ist, machen wir uns wenig Gedanken um deren Gesundheit und widmen ihnen meistens nur morgens und abends einige Minuten. Doch wenn etwas nicht stimmt, wird es oft sehr unangenehm und schmerzhaft. Dann hilft meist nur der unbeliebte Gang zum Zahnarzt. Allerdings gibt es ein kleines „Mittelchen“ das für viele Leiden im Mund Abhilfe schaffen kann.

Ölziehen: Uraltes Wissen neu entdeckt

Das Ölziehen ist eine alte, ayurvedische Entgiftungsform und Reinigung aus Indien, die schon vor vielen Jahrtausenden angewendet wurde. Die ayurvedische Lehre nutzt Ölanwendungen zur Heilung, Harmonisierung und Entgiftung in den verschiedensten Formen, wie auch für Massagen oder den Stirnguss.

Für ein gesundes Zahnfleisch und starke Zähne wurde besonders das Ölziehen empfohlen, das vor wenigen Jahrzehnten auch in unserer Gesellschaft angekommen ist und langsam bekannter wird.

Wie profitieren die Zähne vom Ölziehen?

Beim Ölziehen werden nicht nur die Zähne selbst, sondern auch das Zahnfleisch gestärkt, was wiederrum die beste Voraussetzung zum Schutz vor Karies und Parodontitis ist und lockere Zähne festigt.  Dadurch wird Zahnfleischbluten vorgebeugt und insbesondere auch Mundgeruch bekämpft.

Auch für die Schönheit hat die Ölkur ein kleines Präsent, denn durch die langsame Entfernung der Zahnbeläge werden bei regelmäßiger Anwendung die Zähne insgesamt etwas aufgehellt.

Bei der Anwendung bildet das Öl einen dünnen, fettigen Film über den Zähnen und dem Zahnfleisch. Die schädlichen Mikroorganismen werden darin aufgenommen und gebunden. Durch die Bewegung des Öls im Mund werden auch kleinste Zwischenräume erreicht.

Nach ayurvedischer Sicht lösen sich beim Ölziehen zusätzlich die Toxine aus der Schleimhaut. Dadurch wird eine Entschlackung des Körpers erreicht und weitere Probleme wie unter anderem Kopfschmerzen, Hautprobleme, Frauenleiden und Magen-Darm-Erkrankungen können  gelindert werden.

Da Bakterien aus dem Mundraum auch gerne weiter runter in den Körper wandern, ist die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleischs essentiell für den ganzen Körper und insbesondere unser wichtigstes Organ, das Herz.

Das sagt die Wissenschaft zum Ölziehen

Wie bei vielen traditionellen Methoden zur Heilung von Krankheiten und Erhaltung der Gesundheit ebenso wie naturheilkundlichen Verfahren, fehlen oftmals fundierte wissenschaftliche Nachweise. Die Wirkbestätigung beruht meist auf Erfahrungen und Überlieferungen.

Zum Ölziehen gibt es zwar einige Studien aus verschiedenen Ländern wie Indien oder Russland, die eine Wirksamkeit nachweisen konnten. Allerdings war die Anzahl der Versuchsteilnehmer meistens verhältnismäßig gering oder es fehlte eine Kontrollgruppe.

Durch die vielen positiven Erfahrungsberichte in der heutigen Zeit wie auch aus uralten Quellen, ist die Methode aber sicher trotzdem einen Versuch wert.

Wie wende ich das Ölziehen an?

Das Ölziehen machst Du am besten gleich morgens nach dem Aufstehen ohne vorher etwas zu trinken oder zu essen.

  1. Zuerst solltest Du Deine Zunge mit einem Zungenreiniger oder einer Zahnbürste reinigen. Dadurch werden Beläge gelöst, denn aus ayurvedischer Sicht können so beim Ölziehen die Zungen-Reflexzonen besser stimuliert werden und regen somit beispielsweise auch die Entschlackung des Verdauungssystems an. Ähnlich wie bei den Füßen werden auch die Teile der Zunge verschiedenen Organen im Körper zugeordnet.
  2. Anschließend kannst Du das Öl in den Mund nehmen. Gerade zu Beginn würde ich zu einer nicht so großen Menge raten, da es ungewohnt sein kann und sich die Menge im Mund durch die angeregten Speicheldrüsen schnell vervielfachen kann. Beginne mit einem kleinen Teelöffel und steigere Dich auf einen Esslöffel.
  3. Jetzt beginnt das eigentlich Ölziehen. Dafür bewegst Du das Öl für 15 bis 20 Minuten im Mund hin und her und saugst und schlürfst es durch die Zähne, so dass es möglichst in alle auch schwer zugänglichen Zahnzwischenräume kommt. Zwischendurch kannst Du auch immer einmal das Öl ruhig im Mund behalten, so dass es auch in die Zahnfleischtaschen laufen kann.

Achte darauf, dass Du nichts davon verschluckst, da die darin gebundenen Bakterien aus dem Körper raus und nicht hinein sollen. Auch auf das Gurgeln bitte verzichten.

Die Zeit kann wirklich sehr lang werden und gerade zu Beginn wirst Du wahrscheinlich nicht sofort ganze 20 Minuten Ölziehen aushalten. Steigere Dich einfach langsam hoch. Aber die Zeit ist wichtig, damit das Öl wirklich in alle Bereiche einsickern und so die Bakterien raus „ziehen“ kann. Währenddessen kannst Du die Zeit auch nutzen zum Haare machen, schminken oder ähnliches.

Manche Quellen empfehlen zudem das Öl ein- oder mehrmals zu wechseln und durch frisches zu ersetzen, damit schon aufgenommen Bakterien nicht weiter im Mund verteilt werden.

  1. Nach der Anwendung spukst Du die jetzt etwas dünnflüssiger und weiss gewordene Öl-Speichel-Mischung in ein Tuch und wirfst es weg. So belangen die Bakterien und Toxine darin nicht in den Wasserkreislauf. Kokosöl könnte zudem im Abfluss hart werden und zu einer Verstopfung führen.
  2. Danach den Mund mit warmen Wasser ausspülen und anschließend Zähneputzen.

Wie bei vielen naturheilkundlichen Anwendungen kann es auch beim Ölziehen zu einer Erstverschlimmerung kommen, was grundsätzlich als positives Signal des Körpers gewertet wird, in dem die Selbstheilungskräfte aktiviert und Abbauprodukte vermehrt ausgeschieden werden.

Beobachte daher Deinen Körper in den ersten Tagen der Anwendung gut .

Welches Öl ist am besten für das Ölziehen geeignet?

Für das Ölziehen solltest Du auf jeden Fall ein kaltgepresstes Öl wie Kokosöl*, Sesamöl* oder Sonnenblumenöl* verwenden, die alle sehr gute antibakterielle Eigenschaften besitzen.  In der ayurvedischen Medizin wird hauptsächlich Sesamöl eingesetzt, das als besonders wirkungsvoll eingeschätzt wird und gut in die Mundschleimhaut einziehen kann.

Ich selbst benutze gerne Kokosöl*, das neben seinen antimikrobiellen Eigenschaften auch noch sehr gut riecht und schmeckt, etwas nach Urlaub mit Kokosnüssen am Strand (zumindest am Anfang). Außerdem soll es bei Entzündungen der Schleimhaut im Mund helfen und die Regeneration fördern.

Das Kokosöl ist bei Raumtemperatur meistens fest, weshalb man es üblicherweise auch nicht in einer Flasche sondern einem Glas bekommt. Einfach einen Löffel davon in den Mund und innerhalb von Sekunden löst sich das Kokosöl auf und wird flüssig und Du kannst mit dem Ölziehen starten.

Egal für welches Öl Du Dich entschiedest, es sollte in Bio-Qualität sein und Dir (wenigstens einigermaßen) schmecken, damit die Anwendung nicht täglich zur Überwindung wird.

Fazit

Das Ölziehen ist eine einfache und kostengünstige Methode die Zahngesundheit zu unterstützen und den Körper bei der Entgiftung zu helfen. Allerdings solltest Du es dafür auch regelmäßig machen, also mindestens 14 Tage dabei bleiben. Ich habe schon nach einigen Tagen gemerkt, dass meine Zähne leicht heller wurden und sich eine kleine Verletzung (damals bei meinem Erstversuch) innerhalb kurzer Zeit gebessert hat. Aber zugegeben, meistens packe ich es keine 20 Minuten… :-/

Wie sieht’s aus, wirst Du es ausprobieren oder hast Du vielleicht schon Erfahrungen damit gemacht?
Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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Julia Ott
Julia Ott
Hi, ich bin Julia - Gründerin von Catch your Dreamlife, Autorin von zwei E-Books und einem Buch zum Thema Bauen & Wohnen. Meine Vorlieben sind mediterranes Design, geniale Rezepte und traumhafte Reisen in Europa.

2 Kommentare

  1. Hallo Julia,
    ein sehr interessanter Artikel. Danke für diese wertvollen Tipps.
    Liebe Grüße,
    Christian

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